Industrielle Abwärme für eine Fernwärmeversorgung in der Stadt Landeck

In der Stadt Landeck ist bisher noch keine Fernwärmeversorgung vorhanden, jedoch befinden sich mit der Donau Chemie Landeck und der Spinnerei Landeck zwei Industriebetriebe im unmittelbaren Stadtgebiet, die grundsätzlich ein Abwärmepotenzial haben. Gleichzeitig bietet die städtische Siedlungsstruktur den Vorteil einer hohen Wärmeabnahmedichte, die eine wesentliche Voraussetzung für den Aufbau einer zentralen, leitungsgebunden Wärmeversorgung darstellt. Vor diesem Hintergrund soll mit der vorliegenden Potenzialanalyse ein Anstoß zur möglichen Entwicklung eines auf industrieller Abwärme und erneuerbaren Energien basierenden Fernwärmesystems gegeben werden. Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Der Heizenergiebedarf der Stadt Landeck liegt bei knapp 90 GWh/a.
  • Öffentliche Gebäude und Mehrfamilienhäuser werden zu 90% mit den fossilen Energieträgern Heizöl und Erdgas beheizt.
  • Auf Grund der städtischen Siedlungsstrukturen wäre zumindest in Teilbereichen der Stadt ein Wärmenetz mit hoher Anschlussdichte möglich.
  • Die Donau Chemie Landeck verfügt über grundsätzlich sehr attraktive Potenziale industrieller Abwärme.
  • Die Abwärmepotenziale der Spinnerei Landeck können ggf. zum Aufbau eines Mikronetzes in Bruggen genutzt werden.
  • Eine zukunftsfähige Wärmestrategie ist in der Stadt unabhängig von einer möglichen Nutzung der Abwärmepotenziale notwendig, wenn langfristig die Ziele von Tirol2050 energieautonom erreicht werden sollen.
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