Ausgleichsenergiekosten der Ökostrombilanzgruppe für Windkraftanlagen - Aktualisierung 2015

Die im Jahr 2014 im Auftrag der IG Windkraft erstellte Studie zu den Ausgleichsenergiekosten der Ökostrombilanzgruppe für Windkraftanlagen wurde aktualisiert und überarbeitet. Es zeigt sich dabei, dass in Österreich weiterhin dringender Handlungsbedarf besteht, da die Ausgleichsenergiekosten der OeMAG im nationalen und internationalen Best Practice-Vergleich etwa 10 (!) mal höher liegen.

Die Studie zeigt auch deutlich, dass zwischen den hohen Kosten im österreichischen Regelenergiemarkt und dem Ausbau der Windkraft kein ursächlicher Zusammenhang besteht. Während sich die installierte Windkraftleistung zwischen 2010 und 2014 mehr als verdoppelt hat, sind die jährlichen kumulierten Abweichungen der APG Regelzone (sog. Delta Regelzone) nur um etwa 25% gestiegen. Der Einsatz von Regelenergie in Österreich ist auf Grund der internationalen Kooperationen (Imbalance Netting) in den vergangenen 4 Jahren sogar leicht zurückgegangen. Trotzdem stiegen die Kosten im österreichischen Regelenergiemarkt zwischen 2010 und 2014 um etwa 100%.

Insofern ist auch die Aussage von E-Control Vorstand Walter Boltz "Ohne Wind und Photovoltaik hätten wir wieder die 70 Millionen Euro, die wir früher hatten - das garantiere ich Ihnen" (EnergyNewsMagazin.at) nicht nachvollziehbar, da alleine die Kosten der Regelleistungsvorhaltung in Österreich im vergangenen Jahr bei 70,54 Mio. € gelegen haben. Da  jedoch die Menge der vorgehaltenen Regelleistung (MW) in den vergangenen Jahren unverändert und damit vom Ausbau der Windkraft unbeeinflusst geblieben ist, hätten entsprechend die Kosten für den Abruf von Regelleistung (MWh) bei NULL Euro liegen müssen, damit die von Boltz genannten 70 Mio. € tatsächlich erreicht worden wären.

Die Studie steht nachfolgend als pdf-Download zur Verfügung.

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