Analyse der Systematik zur Berechnung der Clearingpreise in Österreich

Das österreichische Preismodell zur Bestimmung der Ausgleichsenergiepreise (sog. Trichterformel) wurde ursprünglich so konzipiert, dass von den gesamten Ausgleichsenergiekosten knapp 80% über den Clearingpreis 1 und 20% über den Clearingpreis 2 an die Bilanzgruppen verrechneten werden sollte. Bis zum Jahr 2013 konnte diese Randbedingung auch weitgehend abgebildet werden, im Jahr 2014 wurden jedoch nur knapp 14% der Ausgleichsenergiekosten über den Clearingpreis 2 verrechnet. Es bestand also ein Bedarf zur Anpassung der im Jahr 2005 festgelegten Parameter und Berechnungsvorschriften des Verfahrens zur Berechnung der Clearingpreise, um den Anforderungen eines Stromversorgungssystem mit steigendem Anteil an volatiler Stromerzeugung gerecht werden zu können.

e3 consult hat gemeinsam mit energy-methods.de im Auftrag der Interessensgemeinschaft Windkraft Österreich (IG Windkraft) über die Nachbildung der Vorschriften zur Berechnung der Clearingpreise in einem Excel-basierten Modell relevante Parametern der Clearingpreissystematik identifiziert, deren Anpassung zu einer „faireren“ Verteilung der Ausgleichsenergiekosten führt.  Die zum 1.1.2016 umgesetzte Adaptierung des Preismodells im Anhang Ausgleichsenergiebewirtschaftung zu den AB-BKO V 16.0 greift die Vorschläge der Studie dabei weitgehend auf. Die Studie ist auf der Homepage der IG Windkraft unter diesem Link als pdf-Datei verfügbar.

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